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Kolumne
Dick und Doof |
Während die nationale Arbeitslosenstatistik per Gesetz verschlankt wird, denkt Herr Seehofer nicht an Gesetze gegen Fettleibigkeit, obwohl das sicher dringend von Nöten wäre!
Die nationale Verzehrstudie hat es an den Tag gebracht: zu viele Frauen und Männer sind zu dick oder gar fettleibig.
Schlimm daran ist auch, dass dick gleich doof ist, soll heißen, je weniger gebildet umso dicker. Die Frage ist hier allerdings, macht Fettleibigkeit doof oder fressen Doofe zu viel? Oder fressen Doofe auch Schlechtes (Fettes)?
Deutlich wird, dass gerade die Unterschicht zu dick und zu doof ist. Die mittlere Unterschicht ist schon etwas schlanker und deshalb auch nicht ganz so doof, die Mittelschicht und die obere Mittelschicht sind noch schlanker und klüger und die Oberschicht ist richtig schlank und schlau.
Neben dieser Tatsache zeigt die nationale Verzehrstudie erstmals wieder ein vernünftiges soziales Schichtenmodell unter Einführung einer fünften Schicht, nämlich dem Prekariat.
Diese Schicht läuft völlig aus dem Ruder, denn sie ist schlank, aber doof und arm, während die anderen Schichten mehr Geld (ab 500,-€ Haushaltsgeld) zur Verfügung haben.
Schlanksein und Schlauheit reichen also noch nicht für die Zugehörigkeit zur Oberschicht. Man muss auch reich sein.
Die Fettleibigkeit hängt laut Studie auch davon ab, wo das Essen gekauft wird. Besserverdiener gehen häufiger zum Wochenmarkt, ins Lebensmittelfachgeschäft (gibt’s die überhaupt noch?) und kaufen in Naturkostläden und die schlechter Verdienenden sind verdammt zum Einkauf im Supermarkt und oder beim Discounter. Hieraus darf man schließen, dass die Nahrungsmittel in den Supermärkten fetter machen.
Das kommt dem Prekariat – die Abgehängten (für alle, die den Begriff nicht kennen) - nun wieder zu Gute, weil sie wegen Geldmangel noch nicht mal dort einkaufen können oder nur sehr begrenzt. Sie müssen ihre Nahrungsmittel durch Schlangestehen bei der Tafel erstehen, woraus nun wieder folgt:
„Stehen macht schlank“ und der Verzehr von „Wohlstandsmüll“ offensichtlich auch.
Was lernen wir „Folgsdeutsche“ nun aus dieser nationalen Studie insgesamt?
Nur wer reich ist, ist meistens schlauer und schlanker. Wer reich ist, lebt im Durchschnitt gesünder, nur wer reich ist, kann sich Gesundheit, Bildung und Schlankheit leisten.
Also bleibt alles beim alten oder wird nur schlimmer, denn die unteren Schichten haben mächtig Zulauf.
Und wer reich ist, kann zur Not die fehlende Schlankheit durch einen Body-Mass-Schneider kaschieren, damit er nicht für doof gehalten wird.
Nebenbei bemerkt: Angela Merkel sollte ihren Schneider wechseln, denn ein wallendes Gewand wäre für sie vorteilhafter als ein taillierter Rockschoß und Herr Beck sollte sich nicht mehr so tun, als gehöre er zur Oberschicht. Wie gesagt: zu dick und ......!
Zu welcher Schicht ich gehöre, weiß ich noch nicht, denn ich bin schlank und schlau, aber nicht reich.
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