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Kolumne

Ein Metzger kommt selten allein... (Hajo Freese)

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Während Metzger Oswald sich nun zusammen mit Dr. Dr. hc. Oberender „verdienstvoll“ daran macht, die Organe von lebenden Armen zu kaufen, um sie später (?) auszuschlachten, hat Metzger Dagmar heimlich in der Schweiz ihr Schlachtermesser geschärft und schlachtet jetzt Wortbrecher.
 
Genug davon gibt es ja! Diese unliebsame Gattung Mensch, nun bekannt unter der wissenschaftlichen Bezeichnung homo perfidus ypsilanti vermehrt sich besonders in politischen Kreisen parteiübergreifend und sehr rasch. Wir kennen das und sind nicht einmal mehr überrascht, seit Helmut Kohl durch Kanzlereidbruch diese Gattung hoffähig machte.
 
Ein Staatsanwalt aus Bonn leistete hier jedoch Erste Hilfe und Heilung:
 
Der von dem Bundeskanzler und seinen Ministern zu leistende Amtseid, Artikel 64 in Verbindung mit Artikel 56 des Grundgesetzes ist ein politisches Versprechen und kein Eid in einem gerichtlichen Verfahren. Er wird von der Strafvorschrift des § 154 des Strafgesetzbuches nicht erfasst.“
 
Ein Freibrief für die Politik. Eine Aussage mit weitreichenden Konsequenzen zum Beispiel für Beamte, für Soldaten, für Richter - oder was oder wer ist eine zur Abnahme von Eiden zuständige Stelle? [klick]
 
Die heilige Dagmar der Schlachthöfe hat ihr Handwerk in der Seeheimer Schule gelernt und zieht nun mit biblischem Eifer wider alle, die falsch Zeugnis reden. Allerdings bricht sie nicht sterbend zusammen wie die „Johanna“ bei Brecht.
 
In ihrem „religiösen Wahn“ hat sie leider das falsche Lamm geschlachtet, denn Frau Ypsilanti war gar nicht wortbrüchig. Ihr Versprechen, nicht mit der Linken zu koalieren, hat sie nicht gebrochen. Sie wollte nicht mit den Linken regieren, sie wollte sich nur wählen lassen! Das ist etwas ganz anderes als ein Wortbruch.
 
Sascha Abel von der FTD möchte die „heilige Dagmar“ am liebsten küssen und die Unisono-Presse feiert sie als Heldin.
 
Doch genau an dieser Stelle verliert der Heiligenschein der hehren Dagmar seinen Glanz: sie selbst will nun - mit den Linken gemeinsam, denn ohne diese ginge das gar nicht! - im Landtag „Druck“ machen gegen Koch. Sie will Gesetze einbringen und politische Entscheidungen herbeiführen. Doch wie will sie das erreichen ohne die Stimmen der Linken?
 
Nun, ausgerechnet wegen des Zartgefühls der Darmstädter Metzgerin werden die Linken nicht auf die Teilnahme an den Landtagssitzungen oder gar ihre Stimmberechtigung verzichten.
 
Die in Zukunft möglichen politischen Erfolge der SPD in Hessen werden nur mit den Stimmen der Linken möglich sein. Aber wie will Frau Metzger diese „Zusammenarbeit“ ihren Wählern erklären?
 
Ich denke, sie wird das in Zukunft tunlichst vermeiden, denn sonst müsste sie demnächst an sich selbst Hand anlegen.
 
Das erklärte politische Ziel der SPD, Koch abzuwählen, wäre möglich gewesen. Auch Frau Dagmar Metzger ist dafür bei ihren Wählern angetreten, hat dies nun aber durch ihre Schlachtorgie verhindert.
 
Da ist schon die Frage erlaubt: „Wem nützt das, Frau Metzger und wem schadet das alles?“
 
Der Linken schadet das sicher nicht!
 
Einem Energieversorger, in dessen Aufsichtsrat Frau Metzger sitzt, nützt das sicher, wenn Koch weiter regiert und hierhin passt auch ganz zufällig die Kritik von „Parteifreund“ W. Clement an Frau Ypsilanti.
 

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