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Satire

Gestern war P-Tag (Hajo Freese)

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Gestern war ein guter Tag, ein P-tag! Lies Pe-Tag oder Pay-Tag.

Der fünfzehnte Bundestag wurde eröffnet, P-aytag für viele erlittene Schmach durch die Opposition, sie stellte sich nämlich bockig und wählte den P-räsidenten nicht mit. Dafür bekamen sie aber von der Regierungspartei nun auch nicht den zweiten Vize-P. genehmigt. Nun wiederum verweigerte die Cedeuceesu wieder ein P, nämlich das P-airing. Das war bisher so üblich, wenn mal ein Grüner schwänzt oder eine Rothe, dann nahm auch die Opposition bei Abstimmungen einen aus dem Rennen, damit das Verhältnis wieder stimmt. Fehlen tun oft welche, sie fliegen ja viel zu Sitzungen nach Thailand oder so und sind meist Dochnieda und spielen lieber ‚Verkrümeling’, weil P-ay-Tag in irgendeinem Aufsichtsrat ist. P-ustekuchen sagt jetzt die Opposition, hat sich erledigt. P-aytag halt.

P-osten wurden neu verteilt, an Altbewährte, aber auch an Neue, aber aufs Große gesehen eher alles P-ille P-alle.

Da war international schon mehr P-ower in dem Tag. P-jöng P-eng, der Knaller des Tages: ein Atomkraftwerk in Nordkorea wird gerade vom ‚Westen’ gebaut, damit sie dort keine Atombomben bauen. Aber.. sie haben es doch getan und auch noch zugegeben. Nun sind alle in heller Aufregung, nur Mister ‚P-ush’ nicht und Mister P-owell. Der amerikanische Außenminister meldet sich erst gar nicht. Das besorgt jetzt immer Mister Rummsfield, was ja in diesem Fall wohl auch richtig ist wegen der Corporate Identity im P-entagon. Da der aber schon ein Loch in der arabischen Wüste gebuddelt hat, kann er natürlich in Korea im Moment kein zweites machen und deswegen hat er auch nur spitzbübisch mit dem Zeigefinger ein schelmisches „P-ass bloß auf’“ in Richtung P-jöng gedroht. Immerhin sickerte aus diplomatischen Kreisen durch, dass die Nachricht dem Außenminister eine lautes ‚P-ow’ entlockt habe.... und dann noch ein „well, P-ech gehabt“.

National, in Deutschland hat das gar keiner bemerkt, weil alle viel zu sehr mit P-leiten, P-ech und P-annen beschäftigt sind.

Mister Westerwelle hätte man fast ins Krankenzimmer von P-artner Möllemann legen müssen, so hat der sich bei Maybrit aufgeregt. Frau P-au hat sich auch fürchterlich aufgeregt, ein ganz abseitiges Büro hat man ihr ‚Unter den Linden’ angedreht und im P-lenarsaal vom Reichstag nur ein Armsünderstühlchen ganz hinten in der Ecke. Na, richtig ist das ja auch wirklich nicht. Aber ist nicht ‚Unter den Linden’ die neue P-rachtstrasse von Berlin? Also die Pe-DeEs meckert, wie gehabt. Dann noch eine P-aygeschichte aus Deutschland: P-harmazeuten betrügen die P-atienten und die Kassen, süchtige P-atienten mit Aids und P-harmazeuten betrügen auch die Kassen, Drogen statt P-illen auf Aidsrezept, da bleibt selbst mir das Maul schief und macht P-ause.

Doch dann endlich..., eine gute P-R-Nachricht. Neue P-ower gegen den Terror! Damit war der Terror der Malariamücken am Victoriasee gemeint, Socken-P-ower gegen Mücken, jaja, ist kein Witz, soll helfen. Socken locken... Mücken an.

Aber dann eine P-R-Nachricht, die mich total entschädigt, sozusagen eine Nachricht aus dem P-aradies des A. Holzer aus dem Österreichischen und obwohl mir schon einer empfohlen hat, ich solle lieber in Deutschland bleiben wegen meiner Sprache, habe ich aufgehorcht. Ich hoffe nur, ich habe den Österreicher Holzer richtig verstanden: der hat ein P-aradies angelegt. Er hat einfach einen kiefersterbenden Berg gekauft, Bauer ist er eigentlich und hat dort angepflanzt. Im Sibirien Österreichs in 1200 Meter Höhe wachsen und reifen nun Zitronen, andere seltene oder selten gewordene P-flanzen, alles wild und kunterbunt durcheinander, Büsche, Blumen, P-almen... eine P-racht. Die ganze Vielfalt der Natur, unglaublich, wunderschön und alles wächst... alles! Von alleine! Die Natur ist klug, sagt Holzer einfach, der inzwischen als Berater durch die Welt reist und täglich Besucher aus aller Welt durch seinen Berg führt, für 30 Euro P-ayP-aradies. Man lernt hier für das ganze Leben, an einem Tag, sagt ein P-erma-Tourist. Das P-anorama drum herum geradezu kläglich, kahle Hänge, Schneisen in den Kieferwäldern, die wie schwere Verletzungen der Landschaft aussehen. Und mittendrin sein P-aradies, seine P-ermakultur. „Nur Vielfalt ist p-rächtig“, atemberaubend.

Atemberaubend auch die österreich’schen Behörden, die ihn seit Jahren deswegen mit P-rozessen überziehen, weil sein Berg nicht der vorgeschriebenen landwirtschaftlichen Nutzung diene.... also dem dort sonst angebauten Waldsterben.

P-otztausend, man sollte diesen P-harisäern „auf’s Hirn nauf haun“. P-löde P-eamte! Aber inzwischen haben sie es wohl aufgegeben, diese Herren der Gattung P-isskrummindiebirke.

Ein echter P-Tag heute und hoffentlich ist morgen auch wieder ein schöner Buchstabe dran. Euer Nachrichtensender..HajoPei


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