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Jammern nützt nichts! (Dirk Grund)

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Kurz, wir waren und sind es immer noch, das "Gewissen der Abzocker und Profiteure einer ungerechten Sache!" Unbequeme Krawallmacher, die sich vorgenommen haben, gegen gehirnwaschende Meinungsmache der Lobbyisten vorzugehen, mit allen Konsequenzen, mal investigativ, mal laut und schrill.
Schön, dass sich mittlerweile unseren Thesen Leute angeschlossen haben, die sich bis dato auf den Couchen ihrer Wohnzimmer eingeigelt haben, die Chipstüte stets griffbereit.

Diverse Podeste internen Protestes sind entstanden, IT-Foren mit Meckerecken, in denen die Erlebnisse ausführlich geschildert werden, die man mit jenen verhassten Argen und GfA´s auf die eine und andere Weise gemacht hat. "Hilf mir hier und hilf mir dort!" - "Hau den Fallmanager hier und hau den Fallmanager dort!...damit ich bald wieder auf meine Kuschelecke im Wohnzimmer kann!" - Wie schön!!

"Mir wollen sie die Wohnung nicht mehr bezahlen"...wie schrecklich! - "Ich bin chronisch krank, und kann nicht mehr aufs Klo... und die wollen mir kein Geld geben"... aber nein, wie unchristlich! Wo es doch in der Bibel steht: "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!" Hat doch jeder ein Recht auf eine geregelte Verdauung!

Es gibt Leute, die schei.... auf Bibelsprüche, schon gewusst?

Ich hätte da einen anderen zur Auswahl: "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!"... schon mal was davon gehört?
"Baby sucht Arbeit" - klingt sensationell! -

"Familie fliegt aus der Wohnung und steht demnächst auf der Strasse" - löst ein Feuerwerk der Entrüstung aus!

GFA mbh ignoriert Einstweilige Anordnungen!

Nur: Wo bleiben die Konsequenzen?

Adressiert an alle, die meinen, meckern, jammern und wehklagen könne auch nur einen verklemmten Furz in die richtige Richtung schießen:
Um etwas zu bewegen reicht jammern nicht aus! Um etwas zu bewegen braucht´s eine Strategie, die Petra Karl und ich längst entwickelt haben! Aber, und jetzt merke auf und höre: Ohne Moos nix los! Ergebnis unserer "Recherche" sozusagen!

Investigativer Journalismus. Vielen gilt investigativer Journalismus als regelrechte Hexerei. Vielleicht auch deshalb, weil es so wenig davon gibt in Deutschland.

Es gibt nicht viele, die es machen. Und die wenigen, die es machen, ecken sehr schnell an. So wie Petra Karl. Ja, auch bei denen, denen man eigentlich damit helfen will! Zum Beispiel, den Ausgegrenzten, den Hartz IV-Empfängern, den Rentnern, den Alten, die im versauten staatlichen Pflegesystem verrotten usw. usw., alles Opfer einer miserabel gemachten Wirtschafts- und Finanzpolitik zu Gunsten der "Reichen und Schönen"!

Investigativer Journalismus ist schlichtes Handwerk, indem man versucht, Informanten zu finden, über Informanten weiter zu kommen, sich Unterlagen zu beschaffen, einen Überblick zu bekommen. Wichtig ist halt beim investigativen Journalismus, dass man gesellschaftlich wichtige Tatbestände öffentlich macht.

Wir versuchen das. Schwierig genug, weil uns in vielen Fällen das Geld zum effektiven Arbeiten fehlt.

Ökonomische Gründe. Investigativer Journalismus ist teuer. Man reist viel. Man hat auch viele Fehlversuche. Aus Erfahrung weiß ich, man ist oft wochenlang an einer Geschichte, bei der am Ende nichts heraus kommt. Petra Karl und ich sind keine "Content-Provider", die die Leser und Zuschauer veranlassen wollen, ihre Taschentücher zu ziehen, und das war´s denn auch.
Für uns ist es wichtiger hart zu recherchieren, als den "Leitartikel" zu blasen! Wir wollen verhindern, dass die Nachricht von heute, morgen dieselben Leute so viel oder so wenig interessiert, wie der sprichwörtliche Sack Reis, der in China umfällt!

Wir verzichten auf die Taschentücher und die Entrüstung der Hartz IV-Empfänger, die der Ausgegrenzten, sozial Benachteiligten, chronisch Kranken, Minirenten-Empfänger. Wir wollen ein Zeichen des guten Willens! Wir verzichten auf mildtätige Organisationen, wie "Offenes Ohr", "Caritas", Kirchen der frommen Bibelsprüche, die mehr oder weniger "Nächstenliebe" vorgaukeln!
Wir verzichten auf "Tafeln" und sonstige Placebos für Menschen, denen man alles genommen hat bis zu Ihrer Würde, die daran buchstäblich verhungert sind! Und die Alibiveranstaltungen gewissenloser Politiker und Charities der Reichen, die mit solchen Events ihr schmutziges Gewissen beruhigen wollen!

Dies ist die eine Seite. Die andere Seite ist die der Politik, die wir verändern wollen!

Der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbands Michael Konken hat in den vergangenen Tagen gesagt, dass die Politik den Journalismus zunehmend als Bedrohung wahrnehme. Da ist was dran! Petra Karl und ich haben dies in allen Variationen schon erlebt! Life, gewissermaßen! Wenn Sie Genaueres wissen wollen, dann stehen Ihnen Petra Karl und ich gerne mit Rede und Antwort zur Verfügung!

Sicherheitsbehörden versuchen immer öfter, Lecks und Nadelstiche in die Reihen "Aufmüpfiger" zu verpassen. Es gelingt ihnen aber nicht so recht. Deshalb machen sie Fehler. Und diese Fehler werden wir ausbaldowern! Das ist investigativer Journalismus.

Nix Jammern!

Zu den Begehrlichkeiten des Staates gehört der Plan von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Der möchte nämlich, dass Online-Durchsuchungen von Computern im Verdachtsfall möglich sein sollen und da sollen auch Journalisten nicht ausgenommen werden. Gefahr besteht auch bei Telefonverbindungsdaten. Immer wieder beschaffen sich Behörden Telefonverbindungsdaten, um zu gucken wer mit wem kommuniziert hat.

Brandgefährlich.

Informanten sind ohnehin scheu wie ein Reh und wir haben schon in der Vergangenheit das Problem, dass viele Leute am Telefon einfach nicht mehr reden wollen, dass sie sagen, wir müssen uns sehen, müssen uns treffen, ich rede am Telefon nicht mehr, weil ich nicht mehr sicher sein kann, ob sich irgendjemand die Daten beschafft. Terrorismus hin oder her: Investigativen Journalismus, der dazu geeignet ist, die Machenschaften der Politik öffentlich zu machen, gilt es unter allen Umständen zu unterbinden, so die einhellige Strategie der staatlichen Meinungsmache. Gegenöffentlichkeit ist zur sorgfältig gepflegten Mainstream-Meinung im Keim zu ersticken!

Gegenöffentlichkeit kostet Geld.

Reisen in alle Winkel Deutschlands, Kameraausrüstung und die komplette Technik, Informationsmaterial, das es zu beschaffen gilt, Podiumsgespräche für das Sendeformat "Tacheles-im Namen des Volkes?!" zu arrangieren, Termine machen usw. usw...das volle Programm der Kosten und Notwendigkeiten.

Das parallele Frage- und Ausrufungszeichen stehen für den Willen zur Veränderung des derzeitigen Status Quo!

In diversen IT-Foren zu meckern und die Tatbestände zu beklagen, zu bejammern, dazu fehlt uns im Grunde die Zeit. Ja sicherlich, Petra hilft in dringenden Fällen wo sie kann und ist auch erfolgreich.

Aber wir wollen keine Handlanger der Politik in Sachen "Hilfe in Notlagen", so eine Art Kummerkasten für Abgestürzte sein, die dem Staat seine originäre Verpflichtung sozialstaatlichen Handelns abnehmen!

Das wollen und werden wir auch in Zukunft nicht sein! Wir wollen etwas politisch verändern und das, liebe Leserin und Leser, kostet viel Geld!

Wenn Sie wollen, dass sich auch nur ein Jota in Ihrem beschissenen Dasein als Hartz-Empfänger, als "Unterschichtler", als "Prekaristen" usw. etwas ändert - verursacht durch eine verfehlte Wirtschafts- und Finanzpolitik - dann wenden Sie sich an Petra Karl. Sie hat Vorschläge effektiven Handelns.

Aber auch ohne Euch, die ihr meint, wir seien nicht dazu in der Lage, oder man könne eh nichts ändern, werden wir das Gegenteil beweisen!

Denn sie weiß: Jammern nützt nichts! Und auf die ewigen Jammerer können wir verzichten!

Menschen sind so, wie sie eben sind: "Erst kommt das Fressen, und dann die Moral", so scheint es mir manchmal. (Bert Brecht)
Mir ging es eigentlich immer darum, prinzipiell aufzuzeigen, was passiert, wenn vor der "Moral" zunächst das "Fressen" kommt.

Es wird vielfach im Sinne der Ego-Befriedigung verkannt, dass die Unabhängigkeit in der Gestaltung des eigenen Lebens, fernab jedweder Gängelung durch fremde Einflüsse, die Unabhängigkeit und damit die freie Bahn für das persönliche unabhängige Denken voran stehen muss.

Immanuel Kant beschrieb diesen Vorgang des unabhängigen Denkens in seiner "Kritik der reinen Vernunft" folgendermaßen:
Verstand ist im weiteren Sinn die Denkkraft, die Intelligenz gegenüber der Sinnlichkeit (Anm. von mir: gemeint sind die verschiedenartigen und Charakter prägenden Emotionen), im engeren, gegenüber der Vernunft, die Einheit, Fähigkeit des geistigen Erfassens, des (richtigen) Begreifens (Abstrahierens) und Urteilens, kurz des beziehend-vergleichenden, analysierenden Denkens, sowie des »Verstehens«, d.h. des Wissens um die Bedeutung der Worte und Begriffe. Gesunder Verstand ist die natürliche (schon ohne besondere Ausbildung wirksame) Auffassungs- und Beurteilungskraft, das normale, aber unmethodische, daher auch leicht fehlgehende Denken.

Natürlich geht es auch um das Scheitern des eigenen Denkens, der eigenen Auffassung, des im Unrecht-Sein - so wie Kant es beschrieb. Aber das soll uns nicht Anlass sein, dies erst gar nicht zu versuchen, sondern man sollte die Dinge versuchen zu durchdringen, mit Hilfe von vielen anderen (Experten, die unser Vertrauen genießen). So gibt es Hartz IVler und solche, denen es eigentlich nur ums eigene "Fressen" geht, Bourgeoise und Spießer, Experten und solche, die sich dafür halten, Randalierer und echte im positiven Sinne Revoluzzer; und es gibt Verführer, die die Wissenschaften missbrauchen, um Menschen in die Irre zu führen. All diese Menschen gibt es. Und das, was Kant meinte war, auf der Hut zu sein; auch bei denen, für die man sich letztlich nach seinen moralischen Grundsätzen und Wertigkeiten einsetzt. "Misstraue ab und an auch mal dir, aber auch den Anderen".

Gesundes Misstrauen gegenüber sich selbst, aber ebenso seinen Mitmenschen gegenüber, ist manchmal also nicht ganz verkehrt. Das Ego im Menschen genießt immer noch höchste Priorität, egal ob HartzIV’ler, die Bourgeoise oder der Pfarrer ums Eck herum. Das wird man bei allem Bemühen um Recht, Moral und ethischen Grundsätzen nicht ändern können. Die Philosophie konnte es auch nicht. Wir befinden uns also in guter Gesellschaft.

Unterstützt uns, weil dies ist was unserem Staat Angst macht: "Das die Menschen zusammenhalten und Wahrheiten nicht mehr unterdrückt werden können und den Wählern endlich die Augen geöffnet werden"

Nicht wir Bürger machen uns strafbar, weil wir die Wahrheit wissen wollen, sondern die Politiker, die versuchen vieles vor uns zu verbergen oder zu verschönigen. Damit muss Schluss sein!

Das Volk sind wir! Wir wehren uns!

Das Funktionieren des "Dritten Reiches" und die Perversion der Menschenvernichtung in Konzentrationslagern wäre nicht möglich gewesen, ohne den - damals wie heute - gefügigen, die Staatsmaschine prägenden, devoten, gehorsamen Beamten.

15.08.07

Dirk Grund


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