la-bora


Header Section


Main Content

Kino / DVD

Lost Children (2005)

Kino / DVD >>

Sie sind jung, Kinder noch, und haben schon so viel mehr an absurder Grausamkeit erlebt als die meisten Menschen es in ihrem gesamten Leben jemals müssen. In Uganda tobt seit fast 20 Jahren ein Krieg, der an Zynismus kaum zu überbieten ist. Wie in jedem Krieg sind weniger diejenigen die Leidtragenden, die ihn anheizen, sondern Menschen, die am liebsten nichts mit ihm zu tun haben möchten: Frauen, Familien und vor allem Kinder. Der Krieg wird dabei von einem gesellschaftlichen zu einem privaten Phänomen, der nicht nur physisch, sondern vor allem auch psychisch Leben zerstört. Das schildert die packende und verstörende Dokumentation „Lost Children“.
 
Afrika ist weit weg für den durchschnittlichen Europäer, und so erfährt man hier auch nur in blitzlichtartig aufflackernden Schlagzeilen von dortigen Krisen und Kriegen. Ist der Neuigkeitsfaktor weg, verschwindet der Kontinent wieder aus dem öffentlichen Interesse. Die beiden Filmemacher Oliver Stoltz und Ali Samadi Ahadi geben mit ihrem Film den Menschen Raum und Zeit, ihre ganz persönliche Geschichte aus dem Krieg zu erzählen. Es sind Menschen, die man unter normalen menschlichen Umständen als Opfer verschonen würde, weil sie noch kaum Schuld auf sich geladen haben können – hier erzählen sie, wie sie zu Tätern wurden und wie sie mit den persönlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen umgehen. Keiner von ihnen ist freiwillig in den Krieg gezogen, keiner fühlt sich als Held, vielmehr steht ihnen allen die Bestürzung über die eigenen Handlungen und die gleichzeitige Verzweiflung darüber ins Gesicht geschrieben.
 
 
Weiteres dazu unter: filmstarts.de und http://www.lost-children.de

 


zurück


Side Column