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Kino / DVD

neue Wut (2005)

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Der Film:

Ob Montagsdemonstrationen, Opelstreik oder der Aufstand der Studenten. Seit Herbst 2003 erlebt Deutschland immer neue Wellen sozialer Proteste. Der Dokumentarfilmer Martin Keßler und sein Team haben die verschiedenen Protestwellen mit der Videokamera begleitet. Daraus ist der Dokumentarfilm neue
WUT entstanden (2005, 90 min). Zur Zeit entsteht der zweite Film in dieser Reihe KIK IT LIKE FRANKREICH – DER AUFSTAND DER STUDENTEN
(siehe Infos auf dieser Internetseite)

Im Mittelpunkt von neue
WUT stehen Menschen, die von sozialen Kürzungen oder Lohneinbußen betroffen sind oder seit Jahren keine Arbeit mehr finden und sich wehren. Auf der Straße und vor den Werkstoren. Martin Keßler und sein Team haben einige von ihnen über ein Jahr lang begleitet. Um zu zeigen, warum sie aufbegehren, wohin ihre Wut sie treibt und ob aus all dem eine neue soziale Bewegung entsteht. Aus Arbeitslosen und Automobilarbeitern, aus Globalisierungskritikern und Gewerkschaftern, aus "Ossis" und "Wessis".
Textfassung des Films:
O-Ton und Kommentare des Films liegen als Textfassung vor. Interessierte können das Manuskript "neueWUT_Kommentar.pdf" hier herunterladen.
 
Dokumentation eines sozialen Protestes:
Aprildemonstrationen gegen die Agenda 2010, Proteste gegen Hartz IV, Arbeitskämpfe bei Mercedes, Opel und VW. Es ist vor allem Wut, die die Menschen treibt: Wut über die Praxis- oder Studiengebühr. Wut über Lohn- und Personalabbau. Wut über die schamlose Bereicherung bei "denen da oben" und immer neue Einsparungen "bei denen da unten". Und hinter dieser Wut steht oft genug blanke Angst. Die Angst, endgültig sozial abzustürzen.

Die Langzeitbeobachtung neue
WUT begleitet "einfache Demonstranten" und sogenannte "Rädelsführer", die sich gegen den "Rückbau des Sozialstaates" zur Wehr setzen. Sie kommen aus den unterschiedlichsten sozialen und politischen Milieus, finden zu neuen Gemeinsamkeiten oder bekämpfen sich mitunter gegenseitig.

Der Dokumentarfilm neue
WUT schaut da intensiv hin, wo eine zunehmend hysterische aktuelle Berichterstattung immer öfter wegschaut: Woher kommt diese Wut? Sind es nur spontane Aufwallungen oder Vorboten einer neuen sozialen Bewegung? Für den Erhalt des Sozialen, gegen den blanken Terror der Ökonomie, für eine gerechte Globalisierung? Oder erleben wir zur Zeit das letzte Gefecht zur Verteidigung des deutschen Sozialstaates, der schon bald einem globalen "Turbo- Kapitalismus" mit notdürftiger Armenfürsorge Platz macht? Fragen, auf die im Film nicht nur Arbeitslose und Automobilarbeiter antworten, sondern auch der Sozialethiker Prof. Friedhelm Hengsbach, Gewerkschaftsführer wie Michael Sommer oder Politiker wie Wolfgang Clement.

neue
WUT liefert eine spannende Innensicht dieser sozialen Protestbewegung. Ihrer Vor- und Rückschritte. Der Schwierigkeiten, zu Gemeinsamkeiten zu finden. Die filmische Langzeitbeobachtung zeigt, wie etablierte Politik und Medien reagieren und was geschieht, wenn die erste Wut verraucht ist und sich nichts oder nur wenig ändert.
 
Urheberrechtlicher Hinweis:
Das Textmaterial des Manuskripts ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck (auch auszugsweise), Verwendung und Weiterverarbeitung ist außer für den privaten Gebrauch nur mit schriftlicher Genehmigung der Martin Keßler Filmproduktion gestattet.

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