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Wo ist Hoffnung? (Jean Ziegler - 9.3.2007 – Tagesspiegel) |
Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet. terre des hommes macht sich zum Anwalt der entrechteten Kinder weltweit.
Als junger Mann und Jude entkam Edmond Kaiser den Schergen des Vichy-Regimes und der Deportation. Als Untersuchungsrichter in der Armee General Leclercs erfuhr er im Elsass, und später in Deutschland, vom Horror der Nazi-Lager. Nach seiner Emigration ins schweizerische Lausanne gründete er terre des hommes. Er starb mit 82, an der Schwelle des neuen Jahrtausends, in einem Waisenhaus in Südindien. Er hatte sich, wie er mir in unserem letzten Gespräch anvertraute, dorthin begeben, „um die Kleinen zu trösten“. Und er fügte hinzu: „Ich habe nicht mehr die Kraft, die es bräuchte, um ihre Lebensbedingungen zu ändern.“ Edmond Kaiser schreibt: „Öffnete man diese Welt wie einen Kochtopf, ihr Geschrei würde den Himmel und die Erde zurückweichen lassen. Denn weder die Erde noch der Himmel, noch irgend einer von uns, haben wahrhaft die Tragweite des Unglücks der Kinder ermessen, und auch nicht das Gewicht der Kräfte, die sie zermalmen.“ (Dossier Noir/Blanc, Lausanne 1999).
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Quelle: Tagesspiegel
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