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Z wie Zukunft: Vernetzte Nomaden. Die Zukunft unserer Arbeit

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Sie sind weltweit als Global Player unterwegs, um Aufträge zu bekommen oder zu vergeben. Ihr Wissen steckt im Laptop, das zugleich als Kommunikationsmittel und Informationsplattform dient. Die modernen Arbeitsmenschen sind an allen Orten mit der Zentrale und den Geschäftspartnern vernetzt. Sie bieten Dienstleistungen und erhalten dafür Zeitverträge.
 
Erfolgreich können sie aber nur sein, wenn sie auch flexibel sind. Doch dieser künftige Lebens- und Arbeitsstil hat biologische Grenzen. Wer sie achtet und in seine Persönlichkeit einbindet, kann sich entwickeln. Lernen aus Erfahrungen sowie soziale und kommunikative Kompetenzen werden maßgeblich die Erwerbstätigkeit beeinflussen. Auf einer solchen Grundlage können in Zukunft die verschiedenen Probleme der Flexibilität gemeistert werden. Denn Dank des technologischen Fortschritts werden wir immer stärker selbstorganisiert, zeitlich und örtlich ungebunden arbeiten können. Wir sind künftig in der Lage, mehr Verantwortung zu übernehmen, die Tätigkeiten freier und kreativer zu gestalten.
 
Dabei gehen die Wissenschaftler davon aus, dass technische Mittel wie Mobiltelefone und Laptops helfen werden, diesen Anforderungen gerecht zu werden. "Es ist eine Möglichkeit, zu so etwas wie einem postmodernen Spieler zu werden, der bereit und willens ist, sich immer wieder neu zu erfinden und sich die jeweils besten Möglichkeiten zu suchen. Ich glaube, viele Menschen können damit glücklich leben. Aber vielen anderen wird es Angst machen, weil sie keinen Anker mehr haben, der sie langfristig stabil hält", befürchtet der Soziologe Hartmut Rosa.
 
Folgen der Globalisierung und des technologischen Wandels
 
Die Chancen auf eine Arbeit werden jedoch zunehmend von fachlichen Qualifikationen und dem Bildungsniveau abhängen. Vor dem Hintergrund des ökonomischen Strukturwandels und der Globalisierung drohen sich die Chancen von gering qualifizierten Arbeitnehmern weiter zu verschlechtern, während sich die Nachfrage nach Hochqualifizierten eher noch verstärken dürfte. Dies zumindest, wenn es nicht gelingt, die Qualifikationsniveaus in Deutschland zu erhöhen und hochqualifizierte Frauen und ältere Arbeitnehmer besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren, erklärt Jutta Allmendinger vom Institut für Arbeitsforschung Nürnberg.
 
Doch wer wird für eine gerechte Verteilung der Arbeitsplätze sorgen? Wird der Staat sich im Zuge des Neoliberalismus von der sozialen Marktwirtschaft verabschieden? Oder wird durch ein bedingungsloses Grundeinkommen die Existenzsicherung gewährleistet? Steht uns eine Spaltung der Gesellschaft bevor, in der nur noch jeder Dritte einer Vollbeschäftigung nachgeht, während zwei Drittel der Erwerbsfähigen ohne Arbeit bleiben oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen leben?
 
 
 
© ZDF

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